Mit dem Jeep durch die Wüste

Ein Jeep soll eine Wüste durchqueren, in der sich unterwegs keine einzige Tankstelle befindet. Mit einem vollen Tank kann der Jeep 1000 km fahren. Wenn der Weg länger als 1000 km ist, muss der Fahrer entlang des Weges Benzinkanister lagern. Die letztliche Aufgabe besteht darin herauszufinden, wie viel Benzin zur Durchkreuzung der 3000km langen Wüste benötigt wird und wo die Lagerstellen für das Benzin aufgebaut werden müssen.

 

Frage für die Schüler:

Du planst einen Trip durch die Wüste. Dein Jeep kann nur Kraftstoff für 1000 km mitführen und die nächste Tankstelle ist 3000 km entfernt. Wie kommst du am besten durch die Wüste? Erstelle mit Hilfe des Arbeitsblatts einen Lösungsvorschlag.

Pädagogischer Kommentar:

Bei dieser Aufgabe sollen die SchülerInnen eigene Fragen formulieren, mathematisch modellieren, ihre Ergebnisse mit den anderen besprechen und die Validität wie die Qualität ihrer eigenen Lösungen beurteilen. Die Lehrperson stimuliert, fragt und gibt Hinweise, wenn sie benötigt werden. Die Durchführung der Aufgabe verdeutlicht, dass LehrerInnen Prozesse des (forschenden) Lernens begleiten und unterstützen sollen, anstatt SchülerInnen in Richtung eines bestimmten mathematischen Konzeptes zu drängen. Die Aufgaben zielen vor allem auf die Beurteilung von prozessbezogenen Kompetenzen, anstelle von produktbezogenen Kompetenzen ab. Die Problemstellungen sind für die SchülerInnen neu und zeigen kaum eine Verbindung zu bisher gelernten mathematischen Inhalten auf.

Mathematischer Inhalt:

Das letztliche Problem "Wie man eine 3000km lange Wüste durchkreuzen kann“ ist eine sehr offene Aufgabe. Die Aufgabe wird aber mit Hilfe des Arbeitsblatts so strukturiert, dass die SchülerInnen zunächst kleinere Problemstellungen erkunden, mit Hilfe derer sie Strategien für das Problem an sich erarbeiten und diskutieren. Die Schüler erkennen dabei, dass das letztliche Problem nicht von Hand gelöst werden kann. Dies würde viel zu lange dauern. Folglich ist ein Algorithmus nötig. Unter den verwendeten Strategien der verschiedenen Teams waren u. a. die Verwendung des graphikfähigen Taschenrechners, eine Tabellenkalkulation und sogar einfache Programmierungen im Internet.


Ausführliches Hinweisblatt für die Gruppenarbeit:
WordPDF


Author: Dr Michiel Doorman, Primas-Team Niederlande