Alles Zufall?- Ein Würfelspiel

Ist das wirklich Zufall? Bei diesem Würfelspiel mit zwei Würfeln geht es nicht um die höchste, sondern um die passende Augensumme. SpielerIn A gewinnt, wenn die Augensumme 2, 3, 4 oder 5 beträgt, SpielerIn B bei der Augensumme 6, 7 und 8 und SpielerIn C bekommt jeweils einen Punkt, wenn die Augensumme 9, 10, 11 oder 12 ergibt. Wer hat die besten Chancen auf den Sieg?

Die Ausgangssituation dieser Mathematikstunde ist das Würfelspiel an sich. Die Schülerinnen und Schüler spielen in Dreiergruppen. Zunächst entscheiden sie sich, wer auf welche Augensummen setzt, dann geht das Würfeln los. Jede Augensumme wird notiert. Bereits nach kurzer Zeit wird deutlich, dass in allen Gruppen das Kind mit den Augensummen 6, 7 und 8 das Rennen macht.

Augensumme 2, 3, 4, 5 6, 7, 8 9, 10, 11, 12
SpielerIn A B C
Punkte II IIII I


Schüler beim Würfeln

In den Gruppen soll nun die Ursache dafür gefunden werden. Die Schülerinnen und Schüler stellen fest, dass die Augensummen 2 und 12 nur aus jeweils einer Würfelzahlkombination entstehen (nämlich aus zwei Einsen bzw. zwei Sechsen), während andere Augensummen aus unterschiedlichen Zahlen zusammengesetzt werden können. Einige Gruppen finden auch heraus, dass die Augensumme 7 statistisch am häufigsten gewürfelt wird.Im Anschluss an die Diskussion in Kleingruppen folgt die Aufgabe, die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten übersichtlich und sinnvoll darzustellen. Hierbei wählen die Schülerinnen und Schüler selbst, welche Darstellungsform sich am besten eignet.Im Plenum werden schließlich die verschiedenen Darstellungen vorgestellt, verglichen und diskutiert.


Beispiele von Schülerlösungen:

Darstellung mit Würfelbildern

 

Darstellung in Form einer Tabelle

 

Binnendifferenzierung:
Die stärkeren Schülerinnen und Schüler können neue Spielregeln erfinden, sodass das Spiel "fair" wird.

Benötigte Materialien:
Die Schülerinnen und Schüler brauchen Papier und Stifte sowie zwei Würfel pro Gruppe. Soll am Ende der Stunde eine Posterpräsentation stattfinden, werden zusätzlich Plakate und dicke Filzstifte benötigt.

Zeit:
Je nach Schulklasse nimmt die Aufgabe 60 bis 90 Minuten in Anspruch.

Autoren und Bilder: Alexandra Schmid, Sebastian Siebrecht (Eichendorffschule Donaueschingen)