Was ist PRIMAS?

PRIMAS (Promoting Inquiry in Mathematics and Science Education Across Europe) ist ein internationales Projekt im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU, in dem 14 Hochschulen aus 12 Ländern Europas zusammenarbeiten, um eine Veränderung der Unterrichtskultur in Mathematik und den Naturwissenschaften hin zu mehr forschendem und problem-orientiertem Lernen zu bewirken.

Basierend auf empirischen Erkenntnissen zum Problemlösen und zum forschenden Lernen im Unterricht sowie zur Lehrerprofessionalisierung wurde für Primas ein Konzept entwickelt, dass eine weitreichende Implementierung dieser Unterrichtsform unterstützen soll.

Dem Konzept von PRIMAS liegt die Hypothese zugrunde, dass eine Veränderung und Erweiterung der Unterrichtspraktiken nur dann Erfolg hat, wenn sich möglichst viele Personen an den jeweils beteiligten Schulen sowie an übergeordneten Institutionen vernetzen und zusammenarbeiten. Daher richten sich die Aktivitäten von PRIMAS an Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Schulbehörden und Politiker. So wird es einerseits Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer und andererseits Informationsveranstaltungen für andere Zielgruppen (Eltern, Schüler) geben. Im Rahmen eines sogenannten nationalen Beratungskomitees werden in jedem Land gezielt Schulbehörden, Multiplikatoren und Seminare für Lehrerbildung  in die Projektarbeit einbezogen.

Das Evaluationsdesign beinhaltet formative und summative Aspekte und verbindet qualitative und quantitative Forschung (Mixed-Method-Design). An der Untersuchung der Wirksamkeit von PRIMAS werden in jedem Partnerland ca. 50 – 100 Lehrkräfte mit ihren Schulklassen beteiligt sein.